Zunächst weiter auf der Autobahn.
Um Wien herum. Es folgt der erste Höhepunkt: Maria bäst zum Elend. Sie scheint
tief verwurzelt zu sein in diesem Kaff, bzw. sie hat dieses fest im Griff. Sie
nimmt immer noch Heilungen vor und verkauft auch Dinge des täglichen Bedarfs.
Nur wenige machen ihr Konkurrenz. Z.B. für Beauty-Fragen ist die Inge
zuständig. Maria eben doch mehr fürs Innere, für die Eier und die Seele.
Kurz danach die Grenze –
Slowakei. Auf Haupt- und Nebenstrassen suche ich mir den Weg nach Osten.
Ja, die Fragen des mit
offenen Augen Reisenden… Nicht das Baujahr einer Kirche interessiert mich,
sondern die Herkunft und der Zweck des Sofas im Maisfeld.
Oder: Warum wirbt ein Hotel
mit drei Frauenärschen? (ist beantwortbar – Mahnfinger: sexistische Werbung!) Aber:
Warum hat einer dieser Ärsche fortgeschrittene Cellulitis? (gibt das einen
doppelten Negativpunkt für very dirty Sexismus? oder einen Pluspunkt fürs
Nicht-Ausgrenzen der betreffenden Frauenhälfte?)
Am Abend komme ich zu einem
kleinen See. Nice und sommerlich heiss. Auf einem Campingplatz (warum nicht
mal?) bereite ich mich nach einem kalten Bier vor für Nudeln und Schlaf.
Schon wieder sind es kleine
und unbedeutende Dinge, die meinen alternden Geist beschäftigen. Die Frage nach
dem Sprungbrett ohne Wasser darunter (beantwortbar – die Gletscher ziehen sich
zurück), aber warum wollen oder dürfen die zwei Girls die Übernachtungsgebühr
von 4 Euro nicht einziehen? Ich könne erst morgen um 10Uhr bezahlen. Dann sei
ich aber schon weg, erkläre ich. Na dann – sie zucken mit den Schultern.









