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Sonntag, 1. September 2019

Tag 2 - 699km - nach ...










Zunächst weiter auf der Autobahn.



Um Wien herum. Es folgt der erste Höhepunkt: Maria bäst zum Elend. Sie scheint tief verwurzelt zu sein in diesem Kaff, bzw. sie hat dieses fest im Griff. Sie nimmt immer noch Heilungen vor und verkauft auch Dinge des täglichen Bedarfs. Nur wenige machen ihr Konkurrenz. Z.B. für Beauty-Fragen ist die Inge zuständig. Maria eben doch mehr fürs Innere, für die Eier und die Seele.









Kurz danach die Grenze – Slowakei. Auf Haupt- und Nebenstrassen suche ich mir den Weg nach Osten.
Ja, die Fragen des mit offenen Augen Reisenden… Nicht das Baujahr einer Kirche interessiert mich, sondern die Herkunft und der Zweck des Sofas im Maisfeld.
Oder: Warum wirbt ein Hotel mit drei Frauenärschen? (ist beantwortbar – Mahnfinger: sexistische Werbung!) Aber: Warum hat einer dieser Ärsche fortgeschrittene Cellulitis? (gibt das einen doppelten Negativpunkt für very dirty Sexismus? oder einen Pluspunkt fürs Nicht-Ausgrenzen der betreffenden Frauenhälfte?)


  
Am Abend komme ich zu einem kleinen See. Nice und sommerlich heiss. Auf einem Campingplatz (warum nicht mal?) bereite ich mich nach einem kalten Bier vor für Nudeln und Schlaf.
Schon wieder sind es kleine und unbedeutende Dinge, die meinen alternden Geist beschäftigen. Die Frage nach dem Sprungbrett ohne Wasser darunter (beantwortbar – die Gletscher ziehen sich zurück), aber warum wollen oder dürfen die zwei Girls die Übernachtungsgebühr von 4 Euro nicht einziehen? Ich könne erst morgen um 10Uhr bezahlen. Dann sei ich aber schon weg, erkläre ich. Na dann – sie zucken mit den Schultern.