Auch auf Deutsch erhältlich
An die unlesbaren Namen
scheint man sich gewöhnen zu müssen. Dabei wäre es doch viel praktischer, wenn
alle Orte so wie Lviv auch einen deutschen Namen hätten. Lemberg klingt doch
schon vernünftiger. Es folgt jetzt keine
geschichtliche und kulturelle Abhandlung über die Habsburger, die Juden, die
Polen, die Russen und eben die Ukrainer. Aber die Geschichte ist spürbar und
sehbar. Süd-Deutschland, Österreich und Süd-Polen lassen grüssen. Und man
grüsst zurück – Blick Richtung Westen, und rümpft die Nase über die
Sowjet-fighters des Ostens.
Aus dem Westen, dem nahen
Westen, kommt der Jägermeister (der flüssige). Er hat Lemberg erreicht und ist
in allen Varianten und Kompositionen in der Wirtschaft „Jägerwald“ zu haben.
Die leeren Flaschen dienen als Dekoration, Kerzenständer und Blumentöpfe. Und
eine als Türstopper.
Diese Stadt und ihre Menschen
strahlen wirklich nichts Rückwärtsgewandtes aus. Und wie offen sie sind!
Überall kommt man ins Gespräch. Mit Jungen und Alten, mit Frauen und Männern.
Lively Lvivly! Als ich versuche, unbemerkt ein Photo zu machen, werde ich
gleich herangerufen und an den Tisch gesetzt. Und los geht`s: Lauter und
leiser, ernster und lustiger, eine Lvivly family – und ohne grosse
Alkoholherrlichkeit. Dafür mit speziellem Kaffee. Reisen bilde, heisst es.
Das Krüglein (wie bei den Törkis und den Hellenen) braucht man nicht auf einer
Flamme zu erhitzen. Sondern man tut`s in einer Wanne mit heissem Sand. Dieser
allerdings muss natürlich dauernd heiss gehalten werden… Na ja, auch Erfinder
haben manchmal nicht den besten Tag.
Für Fussball-Insider:
Grün-weiss! Ja, grün-weiss. Offensichtlich auch grün-weiss. Passt!
Für Gebildete: Sollte es beim
zweiten nicht „mutamur“ statt „mutantur“ heissen? Jedenfalls steht dieser
Spruch an der Wand über dem Hotelbett. Ich habe entschieden zu bleiben. Wie ich
bin.









