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Mittwoch, 4. September 2019

Tage 6 u. 7 - 157km - nach ...










Auch auf Deutsch erhältlich



An die unlesbaren Namen scheint man sich gewöhnen zu müssen. Dabei wäre es doch viel praktischer, wenn alle Orte so wie Lviv auch einen deutschen Namen hätten. Lemberg klingt doch schon vernünftiger.  Es folgt jetzt keine geschichtliche und kulturelle Abhandlung über die Habsburger, die Juden, die Polen, die Russen und eben die Ukrainer. Aber die Geschichte ist spürbar und sehbar. Süd-Deutschland, Österreich und Süd-Polen lassen grüssen. Und man grüsst zurück – Blick Richtung Westen, und rümpft die Nase über die Sowjet-fighters des Ostens.
Aus dem Westen, dem nahen Westen, kommt der Jägermeister (der flüssige). Er hat Lemberg erreicht und ist in allen Varianten und Kompositionen in der Wirtschaft „Jägerwald“ zu haben. Die leeren Flaschen dienen als Dekoration, Kerzenständer und Blumentöpfe. Und eine als Türstopper.
Diese Stadt und ihre Menschen strahlen wirklich nichts Rückwärtsgewandtes aus. Und wie offen sie sind! Überall kommt man ins Gespräch. Mit Jungen und Alten, mit Frauen und Männern. Lively Lvivly! Als ich versuche, unbemerkt ein Photo zu machen, werde ich gleich herangerufen und an den Tisch gesetzt. Und los geht`s: Lauter und leiser, ernster und lustiger, eine Lvivly family – und ohne grosse Alkoholherrlichkeit. Dafür mit speziellem Kaffee. Reisen bilde, heisst es. Das Krüglein (wie bei den Törkis und den Hellenen) braucht man nicht auf einer Flamme zu erhitzen. Sondern man tut`s in einer Wanne mit heissem Sand. Dieser allerdings muss natürlich dauernd heiss gehalten werden… Na ja, auch Erfinder haben manchmal nicht den besten Tag.









Für Fussball-Insider: Grün-weiss! Ja, grün-weiss. Offensichtlich auch grün-weiss. Passt!
Für Gebildete: Sollte es beim zweiten nicht „mutamur“ statt „mutantur“ heissen? Jedenfalls steht dieser Spruch an der Wand über dem Hotelbett. Ich habe entschieden zu bleiben. Wie ich bin.