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Mittwoch, 30. August 2023

Ins Land Gottes


 

 

 

 

 

 

Georgien soll ja, der Legende nach, das Land sein, welches Gott . . .

. . .  eigentlich für sich selbst vorgesehen hatte, um es dann doch den Georgiern zur Verfügung zu stellen. Ich denke, dass er sich sicher ausbedungen hat, dass ihm ein Teil des Weines und Cognacs zusteht. Die fantastische Bergwelt und die fruchtbaren Ebenen hat er aber den Georgiern überlassen. In einem weiteren Abkommen scheint er geregelt zu haben, dass die russischen Nachbarn im Norden freien Zugang zum Land haben. Wie diese das interpretieren und weiter zu handhaben gedenken, ist nicht ganz klar. Jedenfalls verkehren auf den Strassen viele Autos mit russischen Kennzeichen. Autos mit westeuropäischen Nummern sind sehr selten. Es gibt Touristen aus andern Ländern, aus Deutschland oder aus Israel, aber diese fliegen nach Tiflis und organisieren sich von dort aus. Wer tut sich diesen Weg von 4000km mit dem Auto (und Wohnwagen..) schon an?

Um mich der jahreszeitlich bedingten Hitze zu entziehen, habe ich mich für den höher gelegenen Norden entschieden, für die Gegend von Stepantsminda (auch Kazbegi genannt), nahe der Grenze zu Russland. Für den Klappentext eines Reiseführers: Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit, es gibt sehr gepflegte Restaurants und man kriegt alles, was man braucht. Und: der georgische Wein ist wirklich fantastisch!

In der Ebene bei Stepantsminda gibt es weidende Schafe, mal ein vorübergaloppierendes Pferd, ein paar ruhende Campervans – und eine Quelle. Das Wasser im Kaukasus kann auch, so wie gestern, in Strömen direkt von oben niederprasseln und in der Landschaft Bäche und Seen entstehen lassen.

Immer wieder ist man auf den Strassen, auch auf den gut ausgebauten Schnellstrassen, mit Kühen konfrontiert, die wegen einem Auto überhaupt nicht zur Seite gehen. Vor allem die unnütz hupenden georgischen Fahrer scheinen das nicht begriffen zu haben.