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Samstag, 23. Dezember 2017

Greek Coffee - Variante 2










… und wie der Reporter von RSH darauf stiess





Überall liegen solche Becher herum. Mit der Zeit prägt sich das Design mit dem Rot und Weiss ein. Rotes Kreuz? Blutspende-Aktion?


Das Auge des Reporters wird aufmerksam. Vor jedem kleinen Laden steht ein Korb oder ein Karton mit genau diesen Bechern. In Cellophan eingeschweisst. Sie sind ganz leicht, nichts Flüssiges ist drin. Leer? Beim Schütteln hört man etwas. Eine Einwegspritze und ein Tupfer zur selbstständigen Blutentnahme? Wie ein Erstklässler entziffere ich die aufgedruckten griechischen Buchstaben: Santos – Kafes Frape ! Aus der grossen Zahl der weggeworfenen Becher schliesse ich, dass es sich hierbei um einen Riesen-Knüller handeln muss.


Der Reporter entscheidet sich zum Kauf. 40 Cents. Und zum Konsumenten-Test.


Inhalt: 1 Beutelchen Nescafé (kaltlöslich), 2 Beutelchen Zucker (kaltlöslich), 1 Trinkhalm (gebogen)


Die Zubereitung mit Wasser ist sehr einfach. Der Deckel bleibt beim Schüttelvorgang dicht. Ein Test-Blick in den Becher zeigt: feiner Schaum hat sich obenauf gebildet (dürfte etwas dicker und goldbrauner sein).


Klarer Minus-Punkt: Ein Durchstechen der vorgesehenen kleinen Öffnung ist mit dem Trinkhalm (obwohl angespitzt) nicht möglich. Es muss dafür externes Werkzeug eingesetzt werden.


Ein klarer Plus-Punkt dagegen für die Entsorgung: Tatsächlich hat der Test gezeigt, dass die Natur alle Überreste widerstandslos aufnimmt.

Schlussergebnis: Eine feine Sache! Und dies zu einem sehr konsumentenfreundlichen Preis. Auch die untere Volksschicht kann sich für sehr wenig Geld einen Kaffee leisten. Die vermutliche politische Absicht des Herstellers erinnert an Chiles ehemaligen sozialistischen Präsidenten Allende mit seiner Forderung: „Jedem Kind jeden Tag einen halben Liter Milch!“ Der Geschmack des Getränkes, übrigens, kann vor dem Hintergrund eines solchen sozialpolitischen Wurfes wirklich nur nebensächlich sein. Und: So viele Becher-Wegwerfer können sich nicht irren!